Kinder und Märchen

Ich bin überzeugt, dass Kinder Märchen brauchen: Kinder lernen mit Unterstützung von Geschichten  die Auseinandersetzung mit Sprache. Das genaue Hinhören schärft ihre akustische Wahrnehmung. Auf spielerische Weise kann Sprache, Wort und Ausdruck vermittelt werden. Das gleiche gilt auch für nonverbale Signale wie Mimik, Körpersprache und Gestik.

Wenn ich erzähle, binde ich gerade jüngere Kinder in die frei erzählten Geschichten interaktiv ein. In die Märchen habe ich einfache Verse zum Mitsingen oder mitsprechen eingebaut, die durch verschiedene Instrumente begleitet werden. Die Kinder können sich durch mitsingen, klatschen oder kleine Gesten spielerisch an den Märchen beteiligen. Je lebendiger die Sprache ist, die wir unseren Kindern vermitteln, umso lebendiger sind auch unsere Kinder – und mit ihnen natürlich auch wir.

Zudem kann das Erzählen kann  im Zeitalter der alles beherrschenden Medien eine Möglichkeit sein, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Geborgenheit zu schenken.